Zuerst war ich mir nicht ganz sicher, diesen Artikel entstehen zu lassen. Ist eigentlich kein Brummschädel-Thema. Aber genau deshalb sollte er erst recht veröffentlicht werden. Zur Abwechslung mal ein Post mit anderem Content. 

Warst du schon mal in London? 
Was hat dir besonders gut gefallen?
Was würdest du eher nicht empfehlen?

Ich hatte das Vergnügen und durfte mit meinen Girls für fünf Tage London erkunden. 
Eine Auszeit.
Tapetenwechsel.
Kopf auslüften.
So war es auch. 
Auch wenn ein Städtetrip mit vielen Eindrücken und somit mit viel benötigter Energie verbunden ist, ist es dennoch ein Abschalten. Du bist weit entfernt von deiner gewohnten Umgebung. Somit auch entfernt von gewohnten Gedanken, Grübeleien und anderen Gewohnheiten. Sowas tut gut und muss zwischendurch einfach mal sein. 

Nun, ich will dir in diesem Artikel nicht herunterleiern, was wir von Stunde zu Stunde alles getrieben haben, das interessiert dich wahrscheinlich auch gar nicht. Aber ich gebe hier meine persönliche Meinung, Sichtweise oder wie es du auch immer nennen willst zum Erlebten ab. Vielleicht hilft dir das bei deiner Auswahl der Stadt für deinen nächsten Trip 😉

Bevor ich dieses Kurz-Abenteuer antrat, bekam ich sehr viele Informationen über London von Menschen, die schon dort waren. Was ihnen am besten gefiel. Was sie doof fanden. Was ich unbedingt sehen müsse. Mit welchem Eindruck sie Nachhause kamen, etc. Ich nahm all dies zur Kenntnis, versuchte aber keinerlei Erwartungshaltung einzunehmen. Und das rate ich dir ebenfalls. Lass dich nicht von Meinungen anderer Beeinflussen. Was Amy gefallen hat, fand Beat mega doof.  Ich mag Überraschungen, also sagte ich mir oft: “Lass dich doch einfach überraschen.” Und das gelang mir auch. Meine Erwartungshaltung bliebt Zuhause und ich hörte in neutraler Einstellung zu, was die Stadt mir zu erzählen hatte.  

Der erste Eindruck zählt.
Und so war es auch bei der Ankunft. Ich fühlte mich von Beginn an irgendwie einfach wohl. Dies hat sicher auch damit zu tun, dass ich mit zwei wundervollen Freundinnen, die ich schon mein Leben lang kenne dort war. Aber auch abgesehen davon, hatte ich von Anfang an ein sehr gutes Gefühl. Die erste Anspannung wandelte sich also in erste Anzeichen von Entspannung um und ich war umgehend in positiver Grundstimmung. Ich war offen und neugierig für die Stadt und freute mich auf das, was uns die Tage geboten wird. 

Gelassenheit in der Grossstadt.
Und das ist etwas, was mich persönlich sehr beeindruckt hat. Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, dass London gross ist. Von einer Stadt in solcher Grösse geht man von viel Lärm, Schmutz, Hektik und Gerammel aus. (Ist das deine Erwartung?….. 😉 ) Das ist wohl der Hauptgrund, weshalb ich mich nicht gerne inmitten von Städten bewege. Das überfordert und erschöpft mich total. 
Das Gehen in der Fussgängerzone war gefühlt ganz anders als bei uns. Angefangen beim Schritttempo: Es gleicht eher einem Schlendern als einem stressigen Schritt (im Vergleich zu Zürich zum Beispiel). Klar gilt auch hier, keine Regel ohne Ausnahme. Aber du wirst nicht ständig angerempelt weil sich einer zwischen dir und deinem Schritt-Nachbarn hindurchquetscht. 
Auch waren wir an einem Tag in einem sehr grossen Restaurant im Londoner Eye. Jeder einzelne Tisch und Stuhl war besetzt von hungrigen Menschen. Ich hatte zuerst Zweifel, dort hineinzugehen und genussvoll etwas essen zu können. Aber selbst da wurde ich positiv überrascht. Die Atmosphäre war angenehm. Zufriedene Gesichter, das Personal war absolut organisiert und jeder wusste, was er zu tun hatte. Sie rannten nicht durch die Gänge, sie blieben ruhig und strahlten das auch aus. Das hat mich sehr beeindruckt. Cool! 

Essen gut, alles gut.
Zugegeben, bis kurz vor der Abreise hatte ich etwas Bedenken, was der Gaumenschmaus betrifft. Fish & Chips, viel Süsses, viel frittiert und Fast Food. Gibt`s in der Tat. Aber sie können auch anders. Selbst die bewussten Esser unter uns finden überall etwas, um ihren Hunger zu stillen. Es kann vorkommen, dass einzelne Mahlzeiten sogar etwas fade aufgetischt werden aber für solche Fälle stehen jederzeit Salz- und Pfefferstreuer auf dem Tisch. Das Küchenangebot ist multikulturell und es werden vom Italiener, über dem Inder bis zum Asiat sehr viele Nationen abgedeckt. Die Preise sind angemessen und der normale Bürger isst sich satt für`s Geld. 

Das Shopping-Herz schlägt aus.
Mal abgesehen davon, dass in London das grösste Einkaufscenter Europas steht, kannst du überall dem Shopping-Wahn verfallen. Besonders zu erwähnen sind der Camden Market, der Primark und für die gehobene Klasse das Harrods. Es steht für jeden Geschmack etwas zur Verfügung. Du brauchst dabei aber genügend Zeit einzurechnen, weil die Warteschlangen an den Kassen entsprechend lange sind. Hat auch den positiven Effekt, dass du genügend Zeit hast, das Geld bereits klar zu machen  und so die Nerven der Kassierer und deren Anderer nicht noch mehr beanspruchen musst 😉 
Ich rate dir, mit genügend Budget einkaufen zu gehen. Die Preise könnten tiefer sein aber das Angebot ist oftmals attraktiver als der Verstand.

Lohnenswerte Auszeit.
Ich wurde in diesen Tagen positiv überrascht und bin beeindruckt von dem, was London zu bieten hat. Es ist definitiv für jeden Geschmack etwas dabei und man fühlt sich wohl. Mit den super vernetzten öffentlichen Verkehrsmitteln kommst du schnell überall hin. Die Menschen helfen dir bei Unsicherheiten sehr gerne weiter und lassen es im Vergleich zu vielen anderen Städten etwas gemütlicher angehen. Auch optisch wirst du von der Stadt nicht enttäuscht. Die vielen Parks bieten dir eine optimale Rückzugsmöglichkeit in einer gepflegten Umgebung. 
Dennoch möchte ich dir ans Herz legen, stets deine Handtasche gut zu beschützen. Wir wurden Zeugen davon, wie einem Mann die Tasche aus den Händen gerissen wurde. Der Täter tat das ganze während seiner Roller-Fahrt, wodurch der Mann keine Chance hatte, seine Tasche wieder zu erlangen. Aber das soll dir sowieso für jeden Ausflug bewusst sein. 
Ich bin froh, mir diese Auszeit gegönnt zu haben. Die Eindrücke konnte ich gut aufnehmen und ich erwischte mich nur zwischendurch mal, wie ich in meinen Gedanken versank – wurde aber durch immer wiederkehrende Highlights rausgezogen. Abschliessend möchte ich noch erwähnen, dass sich mein Brummschädel für diese Tage komplett verabschiedet hatte. Deshalb mein Schlussfazit:
Gönn dir zwischendurch eine Auszeit!

Perform now, change forever!

Larissa Graber

Author Lana

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